| Erstkauf /Eröffnungskauf | Leerverkauf Shorten | |
| Wie es der Name bereits sagt: In der Regel glaubt der Spekulant, dass die Aktie (in unserem Beispiel Apple Computer AAPL) in Zukunft steigen wird. Da der Investor am positiven Verlauf der Aktie teilhaben will, entschliesst er sich über seinen Broker sich an dem Unternehmen Apple Computer mittels Kauf von Aktien zu beteiligen. Was bringt mir das finanziell? In unserem Beispiel kauf Hans Muster 100 Stück Aktien zu einem Kurs von 70 US$. Er glaubt fest an das Unternehmen und erwartet Kurssteigerungen in naher Zukunft. - Tatsächlich soll unser Investor Recht behalten. Bereits kurze Zeit später zieht der Aktienkurs an der Börse an. Die gleichen Aktien verkauft Hans Muster zu 80 US$. Somit realisiert der Kunde einen Gewinn wie folgt: Kauf 100 Aktien AAPL zu 70 US$ Verkauf:: 100 Aktien AAPL zu 80 US$ -------------------------------------------- Gewinn: 100 * 10 US$ =1.000 US$ |
Beim sogenannten Shorten, verkauft der Spekulant Aktien, die er gar nicht besitzt. Was sich auf den ersten Blick recht paradox anhört, ist im Börsenleben seit Jahrzehnten gängige Praxis. Der Verkauf von Aktien, die nicht im Besitz eines Anlegers sind, wird nur dadurch möglich, daß der Broker diese Aktien verleiht. Dieses "Leihen" funktioniert in den meisten Fällen vollautomatisch. |
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| Im Prinzip unterscheidet sich ein Leerverkauf von einer "normalen" Transaktion nur darin, daß die Reihenfolge von Kauf und Verkauf vertauscht sind. Gefährlich wird es, wenn sich die Position entgegen der eigenen Einschätzung entwickelt. Denn hier ist das Verlustpotential theoretisch unbegrenzt und keinesfalls auf den ursprünglichen Einsatz beschränkt. Wäre die YHOO im obigen Beispiel auf 60 US$ gestiegen, hätte Herr Muster pro Aktie 20 US$ (also insgesamt 2000 US$) verloren. Das ist deutlich mehr als der Einstiegswert der Aktien (100*40 US$ = 4000 US$). Da Aktien - zumindest theoretisch - unbegrenzt steigen können, spricht man hier von einem unbegrenzten Verlustrisiko. In der Praxis wird der Broker natürlich das Eindecken der Position verlangen, wenn nicht mehr genug Sicherheiten auf den Handelkonto vorhanden sind. |
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