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Chartanalyse
 
 
Allgemeines    
     

1. Unsere Börsenkurse/Charts geben Ihnen die Möglichkeit, die Kursentwicklung verschiedener Titel langfristig zu analysieren. Die benutzten Daten werden extern ausschliesslich zu Informationszwecken zur Verfügung gestellt. Die DBV garantiert nicht die Exaktheit der für die Charts zur Verfügung gestellten Daten.
Wir sind zwar bestrebt, die Daten mit grösster Sorgfalt zu überprüfen, aber dennoch für allfällige Hinweise auf fehlerhafte Informationen unter folgender E-Mail-Adresse dankbar:
DBV AG

2. Die angebotenen Indikatoren stellen nur eine Aufbereitung der Informationen auf unterschiedliche Weise dar. Die Interpretation dieser Indikatoren hat ebenfalls nur Hinweischarakter – in jedem Fall wird empfohlen, andere technische und/oder finanzwirtschaftliche Quellen zu Rate zu ziehen, bevor den Indikatoren als Basis für Kauf- bzw. Verkaufsentscheidungen Vertrauen geschenkt wird.

 

3. Die den Charts zugrunde liegenden Kurse werden täglich / 20 Min. verzögert jeweils aktualisiert.

4. Die Chartanalysen basieren auf Informationen, die der Öffentlichkeit frei zugänglich sind. Sie verpflichten zu keinerlei Transaktion irgendeines Wertpapiers.

Die DBV übernimmt keinerlei Verantwortung in Bezug auf die Exaktheit und den Inhalt durch die gelieferten Ergebnisse. Die Informationen und die Schlussfolgerungen, die aus den Charts gezogen werden, sollten nur als Ergänzung einer unabhängigen Betrachtung verwendet werden.



Indikatoren

High Low Open Close (HLOC) On Balance Volume (OBV)
Japanese Candle Sticks Relative Strength Index (RSI)
Bollinger Standard Deviation
Linear Regression Channel Parabolic SAR
Moving Average Convergence/Divergence (MACD) Williams %R
Momentum ZigZag
Moving Average

 

HLOC (High Low Open Close)

Definition
Wie der Name bereits sagt: Höchst-/Tiefst-/Eröffnungs-/Schlusskurs eines Wertpapiers an einem bestimmten Tag. Dieser Indikator ermöglicht ein Maximum an Informationen über die Kurse eines Wertpapiers an einem bestimmten Tag.

Benutzungszweck
Das Prinzip des HLOC ist relativ simpel und kann auch als Einsteiger einfach nachvollzogen werden.

Tipps
Sie können den HLOC jederzeit mit Bollinger, MACD und anderen Analyse-Tools kombinieren, damit Sie einen klareren Blick auf die Volatilität und die Trends der Aktie haben. Bitte beachten Sie auch die sog. Japanese Candle Sticks (Candles) für eine andere Version der Candles.

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Candles

Definition
Dieser Indikator ermöglicht ein Maximum an Informationen über die Kurse eines Wertpapiers an einem bestimmten Tag: Eröffnungskurs, Schlusskurs, Tageshöchstkurs, Tagestiefstkurs. Die Candles sind auch unter dem Namen "Japanese Candle Sticks" bekannt.

Tipps
Sie können die Candles jederzeit mit Bollinger, MACD und anderen Analyse-Tools kombinieren, damit Sie einen besseren Überblick über die Volatilität und die Trends der Aktie haben. Bitte beachten Sie auch den sog. HLOC für eine andere Version der Candles.

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Bollinger Bands

Definition
Bollinger Bands sind ein technisches Hilfsmittel, um zu ermitteln, ob ein Kurs hoch oder tief in Bezug auf seine aktuelle Kursentwicklung ist. Bollinger Bands sind feste Linien, die ober- und unterhalb (gleichweit entfernt) des gleitenden Durchschnitts eingezeichnet werden. Die Entfernung zwischen den beiden Linien und dem gleitenden Durchschnitt verändert sich mit der Volatilität des zugrunde liegenden Wertpapiers. Die Sensitivität hängt von den Einstellungen der Standardabweichung ab. Bollinger Bands ermöglichen es Ihnen, starke Kursänderungen , Trends sowie Trendwenden vorherzusehen. Ausserdem können sie dazu benutzt werden um zukünftige Kurse zu projizieren.

Benutzungszweck
Messung der Volatilität
Trend-Messung
Trendwenden
Kursänderungen vorhersehen

Analyse-Tools für Bollinger Bands
Wenn sich die Entfernung zwischen den beiden Linien verringert, d.h. die Volatilität geht zurück, dann ist eine starke Kursänderung wahrscheinlich. Bei hoher Volatilität vergrössert sich die Entfernung zwischen den beiden Linien. Wenn der Kurs die Linien durchbricht, ist es wahrscheinlich, dass sich der aktuelle Trend fortsetzt. Wenn Höchst- und Tiefstkurse ausserhalb der Linien auftreten und auf diese Höchst- und Tiefstkurse neuerliche Höchst- und Tiefstkurse innerhalb der Linien folgen, dann besteht eine Tendenz zur Wende des aktuellen Trends. Je länger die Kurse innerhalb einer geringen Bandbreite verbleiben, desto wahrscheinlicher sind starke Preisfluktuationen. Die Bewegungen, die von einer Linie ausgehen, tendieren zu einem Kursverlauf hin zur anderen Linie. Dies ist nützlich, wenn man Preisprojektionen vornimmt.

Detaillierte Analyse-Methoden und Einstellungen
Die Hauptannahme, die bei der Verwendung von Bollinger Bands getroffen wird, ist folgende:
Kurse tendieren zu einer Schwankung innerhalb oberer und unterer Grenzen. Wenn der Kurs eine der beiden Begrenzungslinien (obere bzw. untere) durchbricht, ist dies ein klares Signal, dass diese Entwicklung weitergeht. Letzteres trifft zu, wenn die Begrenzungslinien nicht zu weit voneinander entfernt sind – wenn die Begrenzungslinien allerdings noch näher zusammenrutschen, ist ein Kursrutsch wahrscheinlich. Sie können die Begrenzungslinien setzen, indem Sie den ungefähren gleitenden Durchschnitt (Anzahl der Tage als Basis für die Berechnung) und die Standardabweichung festlegen. Die Standardabweichung misst die Volatilität, dies impliziert, dass sich die Begrenzungslinien selbst genau an die Kursschwankungen anpassen. Dies bedeutet, dass die Volatilität steigt, wenn sich der Abstand der Begrenzungslinien erhöht und umgekehrt.
Schlussfolgerung: Je mehr Präzision Sie benötigen, desto geringer muss die Einstellung für die Standardabweichung sein.

Analysten empfehlen folgende Einstellungen
Gleitender Durchschnitt (Anzahl der Tage, die für die Berechnung herangezogen werden)
- Der gleitende Durchschnitt für 10 Tage für kurzfristigen Handel
- Der gleitende Durchschnitt für 20 Tage für mittelfristigen Handel
- Der gleitende Durchschnitt für 50 Tage für langfristigen Handel

Standardabweichung (definiert die Entfernung zwischen dem gleitenden Durchschnitt und den Begrenzungslinien)
- Der Faktor "2" ist der am häufigsten verwendete Wert.

Durch die Änderung des gleitenden Durchschnitt und der Standardabweichung sind Sie in der Lage festzulegen, wie gross der Abstand zwischen den beiden Begrenzungslinien ist. Sie sind absolut frei in der Auswahl der Anzahl Tage und der Standardabweichung, die Ihrer Anlagestrategie am nächsten kommen. Um die Einstellungen für den gleitenden Durchschnitt und die Standardabweichung zu verändern, klicken Sie bitte auf die Präferenzeinstellungen in der linken, unteren Ecke Ihres Chartfensters. Verändern Sie die Eintragungen in den beiden Feldern nach Ihren Wünschen, und klicken Sie anschliessend auf OK.

Persönlicher Kommentar von Herrn Bollinger
- Wenn der Kurs die obere Begrenzungslinie durchbricht, dann ist das ein sehr bedeutender Momentum-Indikator.
- In einem wirklich starken Markt kann der Kurs wochenlang über die obere Begrenzungslinie gehen. Dies impliziert, dass wenn der Kurs Woche für Woche die obere Begrenzungslinie berührt (oder die untere), das Momentum solange nicht bestätigt ist, so lange es nicht durch einen anderen Indikator bestätigt wird.
- Bollinger rät den Anlegern, sich trotz allem nicht zu sehr darauf zu verlassen, ob ein Aktienkurs eine Begrenzungslinie berührt oder durchbricht.
- Bollinger Bands geben keine dauerhafte Hilfestellung, sie beleuchten lediglich Signale und gewinnen daraus Informationen. Sie ermöglichen es dem Benutzer ausserdem, Entscheidungen in Bezug auf zukünftige Kursbewegungen und Aktienindizes mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig zu treffen.

Tipps
Damit Sie einen klaren Blick auf den Trend haben, können Sie die HLOC- und Japanese Candle Stick-Funktion benützen, um einen Trend zu projizieren. Der meistbenutzte Zeitrahmen ist eine Periode von 6-8 Monaten, damit Sie wirklich einen guten Eindruck davon haben, wie sich die Modellfunktionen auf einen einzelnen Chart auswirken. Die Standardabweichung sollte im Sinne einer klaren Darstellung auf den Wert "2" gesetzt werden. Sie sollten Ihre Analyse in jedem Fall noch anderweitig absichern und nicht an einem einzelnen Indikator bzw. Instrument festhalten, um Ihre Projektionen und Messungen zu erstellen.

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Lineare Regressionslinie (Linear Regression Line)

Definition
Diese Linie ermöglicht die Einrichtung einer Tendenzlinie auf Basis einer gegebenen Anzahl von Tagen. Das mathematische Prinzip besteht darin, diejenige Gerade zu suchen, bei der die Summe der Abweichungen der Gerade von den Kursen innerhalb eines gegebenen Zeitraumes minimal wird.

Benutzungszweck
Tendenzlinien
Ermittlung von Unterstützungslinien

Analyse-Tools für die Lineare Regressionslinie
Rein statistisch betrachtet, zeigt die Verlängerung der blauen Linie den nächsten Kurs, der mit der höchsten Wahrscheinlichkeit (auf Basis der letzten N Werte) eintritt. Die beiden orangen Geraden auf beiden Seiten der blauen Linie werden in demselben Abstand zur blauen Linie gezeichnet, indem der grösste Abstand des Kurses von der blauen Linie als Richtpunkt dient. Dies ermöglicht häufig die Identifikation von Unterstützungs- und Widerstandslinien eines Titels. So ist es beispielsweise im Moment des Kaufes bei einer Tendenz zur Hausse möglich, dank des Indikators die Unterstützungslinie zu identifizieren. Sobald der Kurs die untere Linie überschreitet, dann ist das ein Verkaufssignal und eine bedeutende Trendumkehr. Es gibt unzählige Schlussfolgerungen, die aus den Unterstützungs- und Widerstandslinien gezogen werden können. Die Behandlung all dieser Schlussfolgerungen würde allerdings den Rahmen dieses Handbuches sprengen.

Tipps
Die zu wählende Anzahl der für den Indikator verwendeten Tage sollte in etwa dem Anlagehorizont für das jeweilige Papier entsprechen.

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MACD (Moving average Convergence/Divergence)

Definition
Der MACD ist ein trendfolgender Schwingungsindikator, der die Beziehung zwischen zwei gleitenden Durchschnittskursen aufzeigt. Der MACD ist die Differenz zwischen dem exponentiellen 26-Tage-gleitendem Durchschnitt und dem exponentiellen 12-Tage-gleitendem Durchschnitt. (MACD ist rot gekennzeichnet.). Ein exponentieller 9-Tage-gleitender Durchschnitt, SIGNAL genannt (oder Trigger) wird auf dieselbe Achse gezeichnet, um Kauf-/Verkaufsgelegenheiten darzustellen. (Diese Linie ist schwarz gekennzeichnet.)

Benutzungszweck
Kauf- und Verkaufssignale vorhersehen
Benutzung als Indikator für Überkauft bzw. Überverkauft-Situationen
Trends erkennen
Kursrutsche vorhersehen
Analyse-Tools für MACD

Die Ergebnisse werden um eine Null-Linie dargestellt.

Wenn der MACD grösser ist als Null, dann ist der Markt "bullish" (gleitender 12-Tage-Durchschnitt ist höher als der gleitende 26-Tage-Durchschnitt).

Wenn der MACD kleiner ist als Null, dann ist der Markt "bearish" (gleitender 26-Tage-Durchschnitt ist höher als der gleitende 12-Tage-Durchschnitt).

Wenn der MACD (rote Linie) seine Trigger-Linie (schwarze Linie) überschreitet, dann handelt es sich um ein Kaufsignal.

Wenn der MACD (rote Linie) seine Trigger-Linie (schwarze Linie) unterschreitet, dann handelt es sich um ein Verkaufssignal.

Detaillierte Analysemethoden und Einstellungen
Der MACD ist ein trendfolgender Indikator, d.h. Ihnen werden Kauf- oder Verkaufsgelegenheiten angezeigt, sobald ein bestimmter Trend eingesetzt hat. Dies kann unter Umständen bedeuten, dass sie den exakten Zeitpunkt der Kauf- bzw. Verkaufsgelegenheit verpassen – allerdings wird Ihnen der MACD sicher den richtigen Weg weisen. Bitte beachten Sie, dass der MACD bei kurzzeitigen Trends nicht so zuverlässig ist.

Der MACD ist am effektivsten bei stark schwankenden Märkten einsetzbar. Es existieren drei bekannte Möglichkeiten, den MACD zu nutzen.

1.Crossovers:
Die MACD-Handelsregel besagt: Verkaufen, wenn der MACD unter seine Trigger-Linie fällt und kaufen, wenn er über die Trigger-Linie klettert. Nichtsdestotrotz ist es ein Kaufsignal (Verkaufssignal), wenn der MACD über (unter) der Null-Linie liegt.

2.Overbought / Oversold Conditions:
Der MACD ist auch als Überkauft bzw. Überverkauft-Indikator nützlich. Wenn der kurzfristige gleitende Durchschnitt sich dramatisch vom längeren gleitenden Durchschnitt entfernt (d.h. der MACD steigt), dann ist es wahrscheinlich, dass der Kurs des Wertpapiers überspannt ist und bald wieder in realistische Regionen zurückkehren wird.

3.Divergenzen : Ende aktueller Trends.
Ein Hinweis auf das baldige Ende eines Trends kann die Abweichung des MACD vom Kursverlauf des jeweiligen Wertpapier sein. Eine Bären-Divergenz tritt ein, wenn der MACD neue Tiefststände markiert, während der Kurs keine neuen Tiefststände erreicht. Eine Bullen-Divergenz tritt ein, wenn der MACD neue Höchststände markiert, während der Kurs keine neuen Höchststände erreicht. Beide Divergenzen sind umso bedeutender, wenn sie in Überkauft-/Überverkauft-Situationen auftreten.

Kommentare von Analysten
-Einige Charttechniker empfehlen Käufe unter Zuhilfenahme des 8-Tage-/17-Tage-MACD in Verbindung mit der 9-Tage-Trigger-Line bzw. Verkäufe unter Zuhilfenahme des 12-Tage-/25-Tage-MACD ebenfalls in Verbindung mit der 9-Tage-Trigger-Linie.
-Der MACD ist besonders wertvoll als Hilfsmittel, wenn er in Verbindung mit Schwingungsindikatoren wie beispielsweise dem Stochastic Oscillator oder dem RSL benutzt wird. Da der MACD ein sensibler Indikator allgemeiner Stimmungen ist, kann er sowohl für Fonds als auch für Aktien verwendet werden.
-Wenn Sie den MACD als Überkauft bzw. Überverkauft-Indikator benutzen, sollten Sie speziell darauf achten, dass - wenn sich der MACD in dramatischer Weise vom Trigger entfernt – eine Übertreibung des Wertpapierkurses wahrscheinlich ist und alsbald korrigiert wird.
-Kaufen Sie, wenn der MACD über die Trigger-Linie klettert. Verkaufen Sie, wenn der MACD unter die Trigger-Linie klettert.

Tipps
Halten Sie nach weiteren Details Ausschau, die Ihre Beobachtungen bestätigen. Zum Beispiel: Wollten Sie wirklich kaufen, wenn der MACD zwar ein Kaufsignal ausgibt aber der gleitende Durchschnitt eine Abwärtsbewegung zeigt? Wie bei allen anderen Chartanalyse-Hilfsmitteln sollten Sie Ihre Recherchen in jedem Fall mit weiteren Indikatoren abdecken, wie beispielsweise Bollinger und Will.%R oder auch Stochastic Oscillator und RSI.

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Momentum

Definition
Das Momentum gibt die prozentuale Kursveränderung eines Titels an. Es schwingt um den Durchschnittswert 0 und lässt sich leicht auf folgende Weise berechnen:
Als Parameter: Berechnung auf 11 Tage
Momentum (J)="Schlusskurs des Tages J" – "Schlusskurs am Tag J-11"

Benutzungszweck
Kaufs- oder Verkaufssignal
Zyklische Titel entdecken

Analyse-Tools für Momentum
Dieses Hilfsmittel wird sehr häufig als Kaufs- oder Verkaufsindikator genutzt.
Wenn das Momentum ein lokales Maximum erreicht und zu fallen beginnt, dann ist das ein Verkaufssignal.
Wenn das Momentum ein lokales Minimum erreicht und zu steigen beginnt, dann ist das ein Kaufsignal.

Detaillierte Analyse-Methoden und Einstellungen
Es ermöglicht manchmal die Herausarbeitung der zyklischen Form einiger Wertpapiere.

Tipps
Es wird empfohlen, eine Bestätigung durch den tatsächlichen Kurs abzuwarten, (häufig durch eine Festigung der Tendenz) bevor tatsächlich verkauft oder gekauft wird und das Risiko eingegangen wird, dass Sie einen Teil des Gewinnes verpassen.

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Gleitender Durchschnitt (Moving Average)

Definition
Der gleitende Durchschnitt berechnet sich aus dem Durchschnitt der Schlusskurse der letzten N Tage eines Titels.

Benutzungszweck
Tendenz-Indikator
Kaufs- oder Verkaufssignal

Analyse-Tools für den gleitenden Durchschnitt
Dieses Hilfsmittel wird als Tendenz-Indikator benutzt.
Wenn der gleitende Durchschnitt in einer Aufwärts- oder Abwärtsphase ist, dann steigt bzw. fällt der Kurs der Aktie über eine Periode von N Tagen. Der gleitende Durchschnitt ermöglicht es, sich einen Eindruck von der Kursentwicklung des Titels auf mittlere und lange Sicht zu verschaffen. Er glättet die scheinbare Volatilität eines Titels.

Detaillierte Analyse-Methoden und Einstellungen
Folgende Kaufs- und Verkaufsindikationen können verwendet werden:
-Kaufen, wenn die kurz- und mittelfristigen Linien die langfristigen überschreiten.
-Verkaufen, wenn die kurz- und mittelfristigen Linien die langfristigen unterschreiten.

Tipps
Die Kauf- oder Verkaufsindikationen hängen stark von der für die kurz- und mittelfristigen Berechnungen gewählten Anzahl der Tage ab.
Die benutzten Kurse sollen durch andere Faktoren ergänzt werden. Beispielsweise:
-Volatilität des Titels
-Vergangenheitsbetrachtung der Kursentwicklung
-Branche, in der die Firma tätig ist
-Erfahrung des Anlegers

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OBV (On Balance Volume)

Definition
Das OBV ist die Berechnung des kumulierten Gesamtvolumens. Es zeigt, ob Volumen in den Titel oder aus dem Titel herausfliesst. Wenn das Wertpapier höher als der Vortagesschluss schliesst, dann wird das Tagesvolumen also als positiv bezeichnet und umgekehrt. Die Grundidee hinter dieser Analyse ist, dass sich Trendwechsel vor Kurswechseln erkennen lassen.

Benutzungszweck
Gegenwärtige Trends entdecken
Gegenwärtige Trends bestätigen
Trendwenden vorhersehen

Analyse-Tools für OBV
Der OBV wird benutzt, weil er leichter zu visualisieren ist, als die Volumenbalken.
Die Grundtendenz des OBV gibt die Tendenz der Kursentwicklung des Titels wieder. Allerdings ist diese Grundtendenz des OBV wesentlich beständiger als die jeweilige Kursentwicklung, d.h. einzelne Kurse können die Grundtendenz vorübergehend bestätigen oder ihr auch widersprechen.

Der OBV befindet sich in einem Aufwärtstrend, wenn jedes Maximum höher ist als das vorausgegangene und jedes neue Minimum höher ist als das vorausgegangene. Der OBV befindet sich in einem Abwärtstrend, wenn jedes Maximum niedriger ist als das vorausgegangene und jedes neue Minimum niedriger ist als das vorausgegangene. Der OBV befindet sich in einem status-quo Trend, dann und nur dann wenn jedes neues Maximum auf demselben Niveau liegt wie das vorausgegangene und jedes neue Minimum auf demselben Niveau liegt, wie das vorausgegangene. Sobald sich ein Trend etabliert hat, bleibt der OBV so lange stark, bis er zerbricht.

Es gibt zwei Arten, auf die ein OBV-Trend zerbricht:
1. Ein Aufwärtstrend ändert sich in einen Abwärtstrend oder ein Abwärtstrend ändert sich in einen Aufwärtstrend.
2. Der OBV beginnt flach zu werden und bleibt mindestens 3 ganze Tage flach. Ein Trend ist nicht gebrochen, wenn der flache Trend nach 2 flachen Tagen ein Aufwärtstrend wird.

Kommentare von Analysten
Wenn Ausbrüche (Trendumkehrungen) auftreten, dann sollten sich Anleger folgendermassen verhalten:
- langfristig bei Ausbrüchen nach oben kaufen
- bei Ausbrüchen des OBV nach unten schnell verkaufen
Titel sollten so lange gehalten werden, bis sich der Trend umkehrt.

Tipps
Wenn Sie den OBV benutzen, sollten Sie die Linie sowohl mit dem Volumen vergleichen als auch mit dem zugrundeliegenden Wertpapier. Bitte vergessen Sie nicht, zu überprüfen, zu welchen Aussagen Sie mit anderen Indikatoren gelangen und was andere Tools zu dem verwendeten Instrument der Chartanalyse sagen.

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RSI (Relative Strength Index)

Definition
Es handelt sich um einen von J.Welles Wilder Jr. erfundener Indikator, dessen Werte zwischen 0 und 100 variieren. Der ermittelte Wert stellt den inneren Wert eines Titels dar. Der Name RSI ist verwirrend, denn er ermittelt die Stärke eines Kurses auf sich selbst bezogen und nicht relativ zu einem anderen Index.

Benutzungszweck
Ermittlung der Sicherheit der Tendenz zu einer Hausse oder einer Baisse
Entdeckung von Trendumkehrungen
Entdeckung von Überkauf bzw. Überverkauf eines Titels

Analyse- Tools für RSI
1. Die beiden gestrichelten Linien über- und unterhalb des RSI zeigen an, dass sich der Titel in folgender Phase befindet:
a. Überkauft, wenn er die 70er-Linie überschreitet
b. Überverkauft, wenn er die 30er-Linie überschreitet (70 und 30 sind die Standardwerte, die in den meisten Finanzanalysen verwendet werden.)

2. Im Allgemeinen wird dieser Indikator folgendermassen interpretiert :
a. Wenn der Wert des RSI über 50 ist, dann besteht die Tendenz zu einer Hausse.
b. Wenn der Wert des RSI unter 50 ist, dann besteht die Tendenz zu einer Baisse.

3. Dieser Indikator erlaubt auch die Visualisierung bekannter Chartformationen wie z.B. "head and shoulders", "double pic" einer Hausse oder Baisse (double Top, double Bottom). Es kann sogar sein, dass diese Formationen nicht auf dem normalen Schlusskurschart der Aktie selbst sichtbar sind.

Detaillierte Analyse-Methoden und Einstellungen
Dieser Indikator ist sehr hilfreich in Bezug auf die Ermittlung von Tendenzumkehrungen. Vor allem, wenn eine Unterschied zwischen den Maxima der Kurse und des RSI besteht.

Achtung
Der Umstand, es als ein Verkaufssignal zu werten, wenn der Indikator den Wert 70 überschreitet und als Kaufsignal, wenn der Indikator unter 30 fällt, kann sich als eine sehr schlechte Strategie herausstellen. Dies zeigt an, dass der Markt bereit ist, ein neues Maximum zu erreichen. Allerdings bedeutet es nicht, dass wenn der Kurs des Tages oder der RSI die 70er-Linie überschreitet, es sich gezwungenermassen um ein Maximum des Kurses der Aktie handelt. Je geringer die Volatilität in einem Markt, desto seltener werden die Werte 70 bzw. 30 erreicht. In einem solchen Fall können Sie niedrigere Werte als Parameter verwenden, d.h. 10 statt 14.

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Standardabweichung

Definition
Die "Standardabweichung" ist ein statistisches Hilfsmittel zur Berechnung der Volatilität.

Benutzungszweck
Untersuchung der Volatilität
Analyse-Tools für die Standardabweichung
Dieser Indikator wird auf den Schlusspreis eines Titels angewendet.
Er ermöglicht die Ermittlung der Volatilität eines Titels in Bezug auf den durchschnittlichen Schlusspreis über einen gegebenen Zeitraum. Je grösser die Standardabweichung, desto grösser die Volatilität des Titels. Je kleiner die Standardabweichung, desto geringer die Volatilität des Titels.

Detaillierte Analyse-Methoden und Einstellungen
Ist ein Titel stabil, so ist die Standardabweichung gering.
Wenn der Titel hingegen stark schwankt, dann ist die Standardabweichung gross.
Häufig werden lokale Maxima von einer starken Volatilität begleitet, wohingegen lokale Minima in Perioden geringer Volatilität auftreten.

Tipps
Die Indikatoren Bollinger und Standardabweichung hängen folgendermassen zusammen:
Der Bollinger Band wird ermittelt, indem der Wert der Standardabweichung zum gleitenden Durchschnitt hinzugefügt wird (auf Basis der Anzahl der Tage, die der Berechnung zugrunde liegen).

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Parabolischer SAR

Definition
Der von J. Welles Wilder erfundene Indikator basiert auf einem einfachen Prinzip. Diese Chartanalyse nimmt eine fortgesetzte Berechnung mit sogenannten "Stop and Reverse"-Punkten (SAR) vor. Jedes Mal, wenn einer dieser Punkte den Kursverlauf berührt, dann kündigt sich eine Trendumkehr an. Der parabolische SAR ermöglicht es, jeweils die aktuelle Tendenz eines Titels zu kennen.

Benutzungszweck
Der parabolische SAR gibt Anlegern einen automatischen Stopkurs, der logisch korrekt ist. Bei jeder Trendumkehr verändert sich das Signal zunächst langsam und beschleunigt bei anhaltender Trendveränderung.

Erkennen von Trendumkehrungen
Analyse-Tools für den Parabolischen SAR
Das SAR-System unterscheidet sich von fast allen Chartanalysen, die technischen Trends folgen, da es sowohl eine Funktion der Preisveränderung als auch der Zeit ist. Es ist so konstruiert, dass es dem Markt zunächst Zeit lässt, einen Trend zu etablieren und beschleunigt, wenn der Markt den einmal eingeschlagenen Weg beibehält. Die vom Signal eingeschlagene Richtung kann sich stabilisieren, wenn der Kurs sich konsolidiert, aber das Signal wird niemals die Richtung ändern – es sei denn, das Signal schneidet die Kurslinie. Das Signal ist also undirektional. Nach einer gewissen Zeit (10 aufeinanderfolgende Höchstpreise in Bullen-Märkten bzw. 10 aufeinanderfolgende Tiefstpreise in Bärenmärkten bei den Standardeinstellungen) wird der Verlauf des Signals nur noch eine Funktion des Preises und nicht von Preis und Zeit. SAR als eine trendfolgende Chartanalyse anzusehen, kann in einem volatilen Markt extrem gefährlich sein.

Um diese Chartanalyse zu verstehen, muss man annehmen, dass sich ein vorausgegangener Trend durch das Erreichen eines eines bestimmten SAR-Punktes umgekehrt hat. Dieser Punkt ist der Extrempunkt des vorausgegangenen Trends. (Wenn der neue Trend eine Hausse ist, da nn ist der Ausgangspunkt der Tiefstpunkt des vorausgegangenen Trends. Wenn der neue Trend eine Baisse ist, dann ist der Ausgangspunkt der Höchstpunkt des vorausgegangenen Trends.) Die Punkte dieses Indikators befinden sich normalerweise ausserhalb der Preisspanne (Tageshöchst, Tagestiefst). Andernfalls ist es ein Signal für eine Trendumkehr.

Tipps
Benutzen Sie den Parabolischen SAR in Verbindung mit dem Williams %R-Indikator, da sie bei einigen Trends und Signalen Hand in Hand zu gehen scheinen.

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Williams %R

Definition
Williams %R ist ein von Larry Williams erfundener Indikator.
Das Berechnungsprinzip besteht darin, die Kurse der letzten N Handelstage des Titels zu betrachten und diese auf den Wertebereich 0-100 zu normieren.

Benutzungszweck
Kauf- oder Verkaufssignal
Analyse-Tools für Williams %R

Dieses Hilfsmittel wird als Kauf- oder Verkaufsindikator verwendet.
Wenn der Indikator unter die Marke von –80 Punkten fällt, dann ist der Titel überverkauft – dies ist ein Kaufsignal.
Wenn der Indikator über die Markte von –20 Punkten steigt, dann ist der Titel überkauft – dies ist ein Verkaufssignal.

Es ist möglich, in einem volatileren Markt als Limit –90 und –10 zu nehmen und den Parameter zu verringern (Von 14 auf 10 beispielsweise)

Detaillierte Analyse-Methoden und Einstellungen
Wenn man eine zu grosse Anzahl von Tagen auswählt, wird die Kurve auf Basis der Berechnung geglättet, so dass einige Kaufs- oder Verkaufssignale verloren gehen.

Tipps
In jedem Fall sollte noch ein weiterer Indikator zu Rate gezogen werden, um zu überprüfen, ob nicht die Tendenz besteht, dass sich der Trend umkehrt (z.B. RSI) – ansonsten kann sich der Kauf als Kauf zu Beginn eines bedeutenden Kursrutsches herausstellen. In einem bewegten und vertrauenswürdigen Markt ist dieser Indikator sehr nützlich, um Kaufentscheidungen zu treffen.

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ZigZag

Definition
Die ZigZag-Linie erlaubt die schematische Darstellung der Evolution des Titels, indem man nur Hauptlinien und bedeutende Punkte beibehält.

Benutzungszweck
Hilfe bei der Ermittlung grober Tendenzen
Benutzung bei der vertiefenden Studie der Theorie der Elliot-Wellen
Analyse-Tools für ZigZag

Dieser Indikator ermöglicht die Ermittlung einiger grober Tendenzen, deren genauere Erläuterung den Rahmen dieses Handbuches sprengen würde. (z.B. "head and shoulders", "double tops", "double bottoms", "triangles ascending", triangles descending" etc.) Er ermöglicht ausserdem die schematisierte Darstellung des Verhaltens eines Titels. In diesem Handbuch wird nur die Erläuterung der " Elliot-Wellen " angesprochen.

Detaillierte Analyse-Methoden und Einstellungen der "Elliott-Wellen"
Die Wellentheorie von Ralph Nelson Elliot ist unbedingt langfristig anzuwenden.
Lange Zeit kontrovers diskutiert, zeigt sich, dass sich die von R.N. Elliot identifizierten Motive in der Realität auf den Finanzmärkten wiederspiegeln.
Das verwendete Hauptmotiv basiert auf 5 bedeutenden Punkten (1-2-3-4-5 genannt), gefolgt von der anderen bedeutenden Punkten ( A-B-C genannt).
Die 5 ersten Punkte zeigen eine Grundtendenz, und die letzten 3 Punkte eine darauf folgende Korrektion.
Die grösste Schwäche dieser Analyse ist, dass nicht nur die Identifikation der Wellen schwierig ist, sondern auch sehr schwer zu beurteilen ist, ob die Welle Teil einer grundsätzlichen Bewegung oder einer Korrektion einer vorausgegangenen Bewegung ist.

Tipps
Die Wahl des Prozentsatzes für die ZigZag-Kurve ist von entscheidender Bedeutung.
Einzig die Erfahrung und die vertiefte Studie der Vergangenheit eines Titels können dazu beitragen, wirklich Vertrauen in diesen Indikator zu setzen.

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